Private Krankenversicherung

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Lexikon der Privaten Krankenversicherung

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Heil- und Kostenplan für Zahntarife PKV

Als Abrechnungshilfe für Ärzte, die im Bereich der Naturheilkunde tätig sind, gilt das Hufeland-Leistungsverzeichnis der Besonderen Therapierichtungen. Herausgegeben wurde es von der Hufelandgesellschaft für Gesamtmedizin e.V., welcher alle Ärztegesellschaften für die verschiedenen Naturheilverfahren angehören. Alle naturheilkundlichen theoretisch erklärbaren, praktisch bewährten und lern- bzw. lehrbaren Therapie- und Diagnostikverfahren sind im Hufelandverzeichnis festgehalten. Für die dort festgehaltenen Einzelleistungen werden analoge GOÄ-Bewertungen vorgeschlagen. Benannt ist das Hufelandverzeichnis und die Hufelandgesellschaft nach Christoph Wilhelm Hufeland, einem Anhänger der Naturheilkunde und Leibarzt des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III.

Heilmethoden Heilpraktiker

Akupunktur:
Als traditionelle chinesische Medizin geht die Akupunktur davon aus, dass der Körper durch eine bestimmte rhythmische Lebensenergie in 14 Leitbahnen (Meridianen) durchströmt wird. Krankheit wird als Störung des Energieflusses angesehen. Den Meridianen liegen 361 klassische Akupunktur-Punkte auf, deren Heilanzeigen jeweils spezifisch sind. Ziel der Akupunktur ist die Wiederherstellung des ausgewogenen Energiekreislaufes. Die Energie wird durch das setzen feiner Nadeln an bestimmten Punkten (Heilreize) ab- bzw. zugeführt.

Anthroposophische Medizin:
Als Ursache von Gesundheit und Krankheit sieht die anthroposophische Medizin die Wechselwirkung zwischen Leib, Geist und Seele. Mit der Bevorzugung natürlicher Substanzen (Pflanzen), soll die harmonische Wechselbeziehung wieder hergestellt werden.

Antihomotoxische Medizin:
Als erweiterte Homöopathie gesehen, finden bei der antihomotoxische Medizin hauptsächlich homöopathische Präparate Verwendung.

Ausleitende Verfahren:
Ausleitungsverfahren bezeichnen ein auf Hippokrates zurückgehendes Therapiekonzept. Indem schädliche Stoffe über die Haut oder andere Organe nach außen geleitet werden, können die Organe des kranken Körpers gereinigt werden. Ausleitende Therapieverfahren sind u. a. Blutegelbehandlung, Schröpfen oder Aderlass.

Biochemie nach Schüssler:
Die Biochemie nach Schüssler sieht als wesentliche Ursache von Erkrankungen einen Mangel der Mineralsalze im Blut. Diese "Schüssler- Salze" werden in homöopathischer Verdünnung verabreicht.

Bioelektrische Funktionsdiagnostik:
Entwickelt wurde diese Verfahren, dass mit einer reduzierten Anzahl von Messpunkten arbeitet, aus der Elektroakupunktur.

Bioresonanz-Therapie:
Laut der Bioresonanz-Therapie durchdringt und umgibt den menschlichen Körper ein feines elektromagnetisches Feld. Bei der Bioresonanz-Therapie werden die elektromagnetischen Schwingungen eines kranken Menschen so verändert, dass die Wirksamkeit der Selbstheilungskräfte ansteigt.

Chiropraktik (Chirotherapie):
Blockierungen an den Wirbelgelenken werden in der Chiropraktik durch gezielte Handgriffe an der Wirbelsäule erkannt und behandelt.

Eigenblutbehandlung:
Als Reiz- bzw. Umstimmungstherapie aktiviert die Eigenblutbehandlung das menschliche Abwehrsystem. Nach Entnahme des Blutes wird diese in bzw. unter den Muskel oder die Haut injiziert. Das Blut verändert sich außerhalb des Körpers so, dass die Zellen der Immunabwehr aktiviert werden.

Eigenharnbehandlung:
Die Eigenharnbehandlung ist, ebenso wie die Eigenblutbehandlung, eine Reiz- bzw. Umstimmungstherapie zur Stärkung des Immunsystems.

Elektro-Akupunktur:
Laut Elektro-Akupunktur nach voll (EAV) ist der Energiekreislauf an den Akupunkturpunkten/Messpunkten innerhalb der Akupunktur anhand eines elektrischen Gerätes messbar und steuerbar. Die Elektro-Akupunktur arbeitet nicht mit Nadelakupunktur sondern mit Stromimpulsen.

Elektro-Neuraltherapie:
Die Elektro-Neuraltherapie geht, im Gegensatz zur Elektro-Akupunktur, nicht von bestimmten Akupunkturpunkten sondern von speziellen Reaktionsstellen der Hautoberfläche aus. Diese Stellen werden durch Erkennung des Elektro-Neuraltherapie-Gerätes zur Neutralisierung auf- bzw.- abgeladen.

Elektrotherapie:
Innerhalb der Elektrotherapie findet der elektrische Strom in Form von Galvanisation, Hochfrequenz- und Niederfrequenz-Therapie therapeutische Anwendung.

Elementartherapie:
Ein Mangel der im menschlichen Körper vorkommenden Mineralstoffe bzw. Spurenelemente kann zu Krankheiten führen. Durch Anwendung der Elementartherapie werden dem Körper diese fehlenden Stoffe in Form von Arzneimitteln wieder zugeführt.

Enzymtherapie:
Ein geordneter Stoffwechsel ist ohne Eiweiß-, Zucker- und Fettabbauende Enzyme nicht möglich, da ohne sie die Stoffe nicht erkannt und gesteuert werden können. Die Enzymtherapie nutzt diese Enzymeigenschaften zum Abbau krankmachender Substanzen durch Zufuhr von pflanzlichen oder tierischen Enzymen.

Homöopathie:
Die Homöopathie geht davon aus, dass geringe Mengen an Arzneimitteln ebenso wirken wie große Mengen. In verdünnter Form wirken die Stoffe bei kranken Menschen heilend, bei gesunden Menschen rufen sie unverdünnt bestimmte Krankheitssymptome hervor. Beim Verdünnen (Potenzieren) werden die Basisstoffe im Verhältnis 1:10 mit einem Lösungsmittel wie Wasser oder Alkohol vermischt. Als homöopathisches Arzneimittel wird dann die Verdünnung mit einem Teil Basisstoff und neun Teilen Lösungsmittel bezeichnet (Potenz D1). Weiter bearbeitet erhält man bei der Verdünnung von D1 mit neun Teilen Lösungsmittel ein homöopathisches Mittel der Potenz D2. In der Homöopathie geht die Verdünnung von der Tiefpotenz (bis D6) über die Mittelpotenz (bis D18) bis zur Hochpotenz (über D18).

Homöopathische Hochpotenzen:
Bei einer Verdünnung im Bereich der Hochpotenz geht die Hochpotenzhomöopathie davon aus, dass Heilmittel ihre Heilkraft beibehalten, auch wenn die Wirkstoffmoleküle nicht mehr nachgewiesen werden können. Die Hochpotenzhomöopathie richtet sich schwerpunktmäßig nach der sog. Arndt-Schulz'sche Regel, die besagt, dass der Selbstheilungsprozess durch schwache Reize aktiviert wird, durch mittlere Reize gefördert, durch starke Reize gehemmt und durch noch stärkere Reize aufgehoben wird.

Homöosiniatrie:
Die Homöosiniatrie ist eine Kombination aus Akupunktur und Homöopathie, bei der homöopathische Mittel in die Akupunkturpunkte injiziert werden.

Hydrotherapie:
Die Basis der Hydrotherapie ist die therapeutische Anwendung von Wasser in unterschiedlichen Temperaturen in fester, flüssiger oder dampfartiger Form. Zu den Anwendungen zählen Bäder, Packungen, Wickel, Güsse u. a..

Irisdiagnostik:
Die Irisdiagnostik basiert auf der Vorstellung, dass das Auge der Spiegel von Seele und Körper ist, d.h. farbliche und strukturelle Veränderungen der Regenbogenhaut (Iris) weisen auf Organbefunde und Anfälligkeiten bestimmter Krankheiten hin.

Isopathie:
Das Konzept der Isopathie ist dem der Homöopathie ähnlich, allerdings wird hier Gleiches durch Gleiches ("Aequalia aequalibus curentur") geheilt. D. h. in dieser naturheilkundlichen Therapieart werden Krankheitserreger, wie beispielsweise Gift, zu Heilmitteln verarbeitet und anschließend dem Körper injiziert. Krankheiten werden also mit dem Erreger behandelt, der sie ausgelöst hat.

Lasertherapie:
Die Lasertherapie dient der Verbesserung der Sauerstoff- und Energieversorgung und der Durchblutung zur Steigerung des Immunsystems. Die jeweiligen Akupunkturpunkte werden durch das Laserlicht stimuliert, dieser Vorgang wird als Laser-Akupunktur bezeichnet.

Lichttherapie:
Hierbei wird Licht in Form eines Licht- oder Sonnenbads oder künstlich (z.B. Rotlicht) therapeutisch angewendet.

Lymphdrainage:
Diese Art der Therapie fördert den Abfluss der Gewebeflüssigkeit über das Lymph- und Venensystem durch Streichmassagen (Entstauung).

Magnetfeldtherapie:
Bei dieser Therapie werden magnetische Felder angewendet, die den Zellstoffwechsel und die Durchblutung anregen. Schwerpunktmäßig wird sie bei Knochenerkrankungen angewendet.

Mikrobiologische Therapie:
Auch als Symbioselenkung bezeichnet, werden dem Körper in der mikrobiologischen Therapie Mikroorganismen zur Wiederherstellung der Darmflora und Aktivierung des Immunsystems verabreicht.

Neuraltherapie:
Zu therapeutischen Zwecken werden in der Neuraltherapie örtliche Betäubungsmittel injiziert, wodurch auf lokale oder übergeordnete Regelkreise Einfluss genommen wird. Laut Theorie der Neuraltherapie beeinflusst das vegetative Nervensystem bzw. die vegetativen Nervenbahnen den Krankheitsprozess. Das vegetative Nervensystem wird als Schalter zwischen Körper und Seele aufgefasst. Die Betäubungsmittel schalten die Blockierung der gestörten Regelkreise aus und die körpereigene Selbstheilungskraft wird aktiviert.

Nosodentherapie:
Die Nosodentherapie, ein Verfahren der Isopathie, ist eine Kombination aus Homöopathie und Impfprinzip. Nach den Regeln der Homöopathie sind die sog. Nosoden potenzierte Krankheitserreger bzw. -absonderungen, die zur Behandlung der Krankheit, aus der die Erreger stammen, genutzt werden.

Orthomolekulare Medizin:
In der orthomolekularen Medizin wird der Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fettsäuren, Enzymen und Aminosäuren ausgeglichen. Durch diesen Ausgleich soll der Körper fähig sein, eine Regulationsfähigkeit des Organismus, mittels optimaler Konzentrationen der wichtigsten Substanzen, wiederherzustellen.

Osteopathie:
Dieses Verfahren der manuellen Medizin ähnelt zwar der Chiropraktik, beschäftigt sich aber nicht mit der Wirbelsäule sondern mit Gelenken, Bändern, Muskeln und Knochen. Die verbesserte Beweglichkeit bewirkt, dass die Blut- und Lymphzirkulation, die Entgiftung, der Stoffwechsel und die gesamte Regulation des Körpers angeregt wird.

Phytotherapie:
In der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) findet die Behandlung von Krankheiten ausschließlich mit Arzneimitteln aus Pflanzen, Pflanzenteilen oder Pflanzeninhaltsstoffen statt. Verwendet werden pflanzliche Stoffe wie Blüten, Knospen, Stängel, Blätter, Wurzeln, Knollen, Samen, Rinden in Form von Tee, Säften, Extrakten, Dragees, Tabletten oder Pulver.

Reflexzonenmassage:
Bei dieser Art der Massage werden Hautpartien, die über Blut- oder Nervenbahnen mit den inneren Organen verbunden sind, bearbeitet. Dies führt zur Stimulierung der Körperbezugszonen und heilsamen Reaktion der einbezogenen Organe und Partien. Die Fußreflexzonenmassage ist die am häufigsten angewendete und verbreitete Reflexzonenmassage.

Sauerstofftherapie:
Bei dieser Therapie werden Krankheiten durch Sauerstoffabgabe behandelt. Die Behandlung richtet sich nach der Vorstellung, dass jedes Zelle und jedes Organ nur optimal arbeiten kann, wenn eine ausreichende Sauerstoffzufuhr besteht. Verwendet werden Sauerstoff (O2) und Ozon (O3). Zu den Sauerstofftherapien zählt die Hämatogene Oxydationstherapie, die Ozontherapie u. a.

Shiatsu:
Die Behandlung, der in Japan entwickelten Massagetherapie, dient dem Ausgleich und der Harmonisierung innerhalb des gesamten Organismus. Bei dieser Therapie wird mit Daumen und Handflächen Druck auf bestimmte Körperzonen, Hautbereiche, Gelenke und Muskeln ausgeübt.

Spagyrik:
Bei dieser speziellen Form der Arzneimittelzubereitung werden Pflanzen zerkleinert, mit Hefe und Wasser versetzt und anschließend vergoren. Durch Wasserdampfdestillation des Materials wird das entstehende Destillat in Alkohol aufgefangen. Danach wird der Destillationsrückstand, bis er zu Asche geworden ist, erhitzt. Destillat und Asche werden anschließend vermengt und filtriert, das daraus gewonnene Filtrat ergibt die fertige spagyrische Essenz, die einer homöopathischen Verdünnung gleichkommt.

Thermotherapie:
Behandelt wird hier mit Wärme und Kälte, die dadurch entstehenden Reaktionen des Körpers auf die Temperaturschwankungen werden therapeutisch genutzt.

Traditionelle chinesische Medizin:
Schwerpunkt der traditionellen chinesischen Medizin ist die Akupunktur, neben der traditionell verordnete und angefertigte Medikamente, Wärmebehandlungen und Massagen angewendet werden.

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Wissenswertes

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PKV-Vollversicherung:
Selbständige, Beamte, Freiberufler sowie Angestellte mit einem Jahres-Brutto über der Pflichtversicherungsgrenze von 49.950,- € (2010). Regelmäßige Sonderzahlung wie Weihnachts- und Urlaubsgeld können eingerechnet werden

Private Krankenzusatz-versicherung:
Pflichtversicherte oder freiwillig versicherte Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse.

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